Jacobsonsches Organ
Das Jacobsonsche Organ ist ein zweites Geruchsorgan, was im Gaumenbereich der Katze liegt. Es dient der Aufnahme von Geruch und Geschmack
Jagdschädling
Bei den alten Germanen galten schon die Wildkatzen als heilige Tiere. Später wurden sie in Mitteleuropa jedoch so fanatisch als angebliche Jagdschädlinge verfolgt, dass sie beinahe ausgerottet worden wären. Inzwischen unter Naturschutz gestellt, erholt sich der Bestand. Denn die Katze ist eindeutig ein Mäusejäger.
Ihr Jagdverhalten ist hauptsächlich auf Boden-Beute ausgerichtet.
Auch haben Untersuchungen bewiesen, das 50% aller streunenden Katzen nur von Hauskost gelebt hatten, und von den restlichen über 90% nur Nagetiere als Beute hatten.
Von daher dürfte der Beweis erbracht worden sein, das Katzen keine Jagdschädlinge sind.
Jungenpflege
Eine intensive Pflege der Jungtiere ist bei den unentwickelten Säugetieren von Seiten des Muttertieres über einen längeren Zeitraum notwendig.
Dazu muss bei dem Weibchen der Pflegetrieb vorhanden sein.
Erstlingsmütter vernachlässigen manchmal ihren Nachwuchs.
Die Verhaltensweisen zu der Jungenpflege sind angeboren.
Für eine sehr gute Jungenpflege sind die rechtzeitig hergestellten und intensiven Mutter-Kind-Beziehungen sehr wichtig.
Bei den Katzen ist im allgemeinen die Jungenpflege sehr ausgeprägt und problemlos. Leben Männchen und Weibchen ständig vertraut zusammen, so beteiligt sich auch das Männchen an der Pflege und Aufzucht der Jungtiere. Das ist durch Beobachtungen bei Hauskatzen aber auch bei Rassekatzen nachgewiesen.
Sofort nach der Geburt setzt die Jungenpflege durch Belecken und der Leckmassage sowie dem Säugen ein.
Die Jungtiere werden gegenüber jedem vermutlichen Feind sofort verteidigt. Verirrte Jungtiere, die Klagelaute von sich geben, werden von der Mutter sofort mit sicherem Nackenbiß eingetragen und dei Mutter nimmt bei größeren Störungen mit den Jungen einen Lagewechsel vor.
Von dem Weibchen werden die Ausscheidungen der Jungen verzehrt , solange sie zur reinen Muttermilch keine Zusatznahrung aufnehmen. Das Wurflager wird vom Weibchen anfangs sehr selten und nur kurzzeitig verlassen.
Kehrt sie zurück, dann nimmt sie sofort durch Belecken wieder Kontakt auf und legt sich sehr vorsichtig und behutsam die Jungen an der Milchquelle versammelnd hin. Dabei bietet ihr Leib den Jungen die erforderliche Wärme.
Nach dem Säugen schlafen die Jungtiere eng aneinandergedrängt am Leib oder den Zitzen des Weibchens ein.
Die optische Prägung zwischen der Mutter und den Geschwistern findet ungefähr in der dritten Lebenswoche statt. Jetzt werden die Jungtiere etwas selbständiger und verlassen erkundend den Nestbereich mit noch unsicheren Bewegungen, wobei die Mutter nur beobachtet.
Die freilebende Katze trägt mit Beginn der vierten Lebenswoche der Jungen lebende Beutetiere ein.
Damit setzt auch das Spielverhalten der Jungen voll ein. Ihren Höhepunkt erreicht das Spielverhalten in der 7. Bis 12. Lebenswoche. Die Mutter überwacht dabei ruhend mit allen Sinnen das ungestüme Spiel.
Wird die Jungenpflege von erneuter Rolligkeit unterbrochen so kann es nicht selten zur Vernachlässigung der Jungen kommen.
Zum Zeitpunkt der Familienauflösung bricht allmählich die Jungenpflege ab.
Eine künstliche Aufzucht durch den Mensch ist gegeben, wenn das Weibchen aus irgendeinem Grund die Jungtiere nicht versorgen kann.
Jungenverteidigung
Gegenüber Feinden verteidigt die Mutterkatze ihr Nestrevier mit blitzartigen Angriff. Diese Art von Angriff dient der Verteidigung um ihre Jungen zu schützen, auch wenn ein ihr überlegenes Tier zu nahe kommt.
Jungtierentwicklung
Jungkatzen sind noch nicht vollkommen entwickelt nach der Geburt. Sie öffnen die Augen erst nach den 5-12 Tag, die optischen Reize werden erst 3-5 Tage nach dem öffnen wahrgenommen und ihr Gehör prägt sich erst nach der 2.Woche. aus. Zwischen den 10. und 16.Lebenstag beginnt auch das Zahnwachstum.