Verbrennung
Die meisten Verbrennungen stammen von erhitzten Gegenständen oder von siedendem Wasser. Die Schwere der Verbrennungen wird oftmals unterschätzt, denn auf der Haut sind keine Striemen sichtbar und das Fell schein unversehrt. Fallen aber die Haare sofort aus, wenn man daran zieht, ist die Verbrennung ernst und muss sofort behandelt werden. Eiswürfel und kalte Kompressen lindern den Schmerz, bis der Tierarzt die nötigen Maßnahmen trifft. Zu Verbrennungen durch elektrischen Strom kann es kommen, wenn eine Katze mit dem Kabel spielt. Der Schlag wird meist durch das Maul aufgefangen, doch sollte der Tierarzt kontrollieren, ob die Lunge Schaden genommen hat.
Verdrängungskreuzung
Bei der Verdrängungskreuzung werden in eine Rasse immer wieder Tiere derselben anderen Rasse eingekreuzt, sodass schließlich die eine Rasse durch die neue, andere Rasse verdrängt wird. Das Ergebnis einer Verdrängungskreuzung ist eine neue Reinzuchtpopulation
Veredlungkreuzung
Die Veredlungskreuzung dient zur Verbesserung einzelner Merkmale einer Rasse.
Dabei sollen vorhandene erwünschte Anlagen einer Rasse erhalten bleiben
Vergiftungen
Vergiftungen können durch verdorbenes Futter verursacht werden, durch vergiftete Köder zur Schädlingsbekämpfung, arsenvergiftete Mäuse, Haushalt- und Gartenchemikalien oder in böser Absicht ausgelegtes vergiftetes Futter. Zu den im Haushalt vorkommenden Giften zählen Blei, Mineralöldestillate. Reinigungsmittel, Laugen, Putzmittel, Mottenkugeln und Arzneimittel wie z.B. Aspirin. Es ist praktisch unmöglich, Vergiftungen sofort festzustellen. Es dauert einige Zeit, bis eindeutige Symptome auftreten. Zu diesen gehören übermäßige Speichelbildung, Erstickungsanfälle, Durchfall, Kollaps und nervöse Zustände. Nach Rauchvergiftungen ist Frischluft besonders wichtig.
Suchen Sie schnellstmöglich Ihren Tierarzt auf!
Verhalten nach Operationen
Ermöglichen sie ihrem Tier ein warmes, ruhiges und ebenerdiges Plätzchen in einem abgedunkelten Raum. Frisches Wasser und was das Fressen angeht, ganz nach Absprache des Tierarztes. Kontrollieren sie das Wohlbefinden ihres Tieres, bei unnatürlichen Verhalten sofort zum Tierarzt. Kein Freigang!
Verhaltensänderung
Wie auch die Menschen, verhalten sich Tiere bei Krankheit und schmerzen anders. Manche Katzen sind ruhig und bleiben auf ihrem Plätzchen liegen, andere wiederum verkriechen sich zum Sterben und nicht selten verschwindet das Tier, wenn es nach draußen gelangt, dann für immer. Deshalb wenn der Verdacht einer Krankheit durch Verhaltensänderung auffällt, die Katze im Haus halten und ab zum Tierarzt. Würde sie lange krank herumstreunen, ginge wertvolle Zeit verloren, denn die Heilungschancen verringern sich dadurch mit jedem Tag.
Verschleißkrankheiten
Vorwiegend Alterserscheinungen, wie Nierenentzündung, Bewegungsstörungen, Zahnausfall.
Diese Verschleißkrankheiten können jedoch auch durch falsche Fütterung verursacht werden.
Vibrissen
Tasthaare, Bart- oder Schnurrhaare
Katzen verfügen über Tasthaare (zool. Vibrissen) insbesondere an der Schnauze, jedoch hat die Katze auch über den Augen und an den unteren Vorderläufen welche. Die Vibrissen werden durch Luftbewegungen in Vibrationen versetzt, die über Sinneszellen an den Tasthaarwurzeln in ein räumliches Bild der Umgebung umgesetzt werden - Katzen "sehen" dadurch zumindest grobe räumliche Strukturen ihrer direkten Umgebung auch in völliger Dunkelheit. Die Vibrissen sind bereits bei Neugeborenen vollständig ausgebildet, was die Wichtigkeit des Tastsinnes deutlich macht und nie der Katze abgeschnitten oder entfernt werden dürfen.
Vitamin A und Pro-Vitamin A
Der Bedarf von Vitamin A und Pro-Vitamin A liegt bei 1600-2000 IE/Tier/Tag.
Es ist wichtig für die Embryonalentwicklung, das Wachstum, die Haut- und Schleimhäute, die Fruchtbarkeit und zur Infektionsabwehr.
Vitamin A kommt besonders reichlich in den Futtermitteln Leber, Milch, Butter, Niere, Geflügel und Fisch vor.
Das Pro-Vitamin A, welches in Pflanzen (besonders in Möhren) vorkommt kann von den Katzen nicht in Vitamin A umgewandelt werden.
Vitamin B1
Vitamin B1 liegt bei 0,4mg/Tier/Tag.
Es ist von großer Bedeutung für Herz- und Nierenfunktionen, Leistungsfähigkeit der Muskeln, Knochenbildung und Funktion des Eierstocks.
Es kommt in Fleisch, Innereien, Milch, Hefe, Getreidekeimen, Kartoffeln und Gemüse vor.
Vitamin B1 kann in geringen Mengen in der Leber gespeichert werden.
Da Fisch ein Vitamin B1 zerstörendes Ferment enthält, kann es bei ständiger Rohfischfütterung zu Mangelerscheinungen kommen. Deshalb sollte man Fisch nur ausgenommen und gekocht verfüttern. Ganz wichtig, auf Gräten achten, am besten durch einen Sieb streichen.
Vitamin B2
Der Bedarf an Vitamin B2 liegt bei 0,2mg/Tier/Tag.
Es ist für den Stoffwechsel unentbehrlich, da es nur zum Teil von den Darmbakterien geliefert wird.
Es kommt in Leber, Herz, Nieren, Fleisch, Fisch, Eigelb, Hefe und Getreide vor.
Vitamin B3
Der Bedarf an Vitamin B3 liegt bei 0,25-1,0mg/Tier/Tag.
Es ist wichtig für Nerven, Eierstock, Nebenniere und Zellstoffwechsel.
Es kommt in Fleisch, Innereien, Milch, Eigelb, Hefe und Getreide vor
Vitamin B5
Der Bedarf an Vitamin B5 ist äußerst gering und liegt bei 0,002mg/Tier/Tag.
Es ist wichtig für die Blutbildung und Milz.
Da es zum größten Teil von den Darmbakterien produziert wird kommt ein Mangel relativ selten vor.
Es ist besonders reichlich in Leber und anderen Innereien, Hefe, Getreide und Grünpflanzen enthalten.
Vitamin C
Der Bedarf an Vitamin C ist nicht bekannt.
Er ist bei ausreichendem Vorhandensein von Vitamin A und E durch Eigensynthese gesichert.
Vitamin C ist wichtig für das Wachstum des Bindegewebes, für die Immunkörper- und Hormonbildung und unterstützt bzw. ermöglicht die Wirkung vieler anderer Vitamine und außerdem die Resorption von Eisen.
Es kommt in vielen Pflanzen aber auch in Leber, Lunge, Milz und Nieren vor.
In Streßsituationen und bei Infektionskrankheiten steigt der Bedarf.
Vitamin D1,D2, D3
Der Bedarf an Vitamin D1, D2, D3 liegt bei 50-100 IE/Tier/Tag.
Sie sind wichtig für die Kalziumeinlagerung in Knochen, den Kalziumblutspiegel und die Hemmung der Phophorausscheidung aus den Nieren.
Sie kommen in Futtermitteln wie Leber, Eigelb, Kalbfleisch, Fisch, Hefe und Gemüse (Pro-Vitamin D) vor.
Pro-Vitamin D wird in der Haut gespeichert und benötigt UV-Licht zur Umwandlung in Vitamin D, welches nur in geringem Maße gespeichert werden kann. Deshalb treten Mangelerscheinungen meist bei reiner Wohnungshaltung und im Winter auf.
Vitamin E
Der Bedarf an Vitamin E ist abhängig von Alter und Belastung und liegt bei 0,36-3,6mg/Tier/Tag.
Es kommt besonders in Getreidekeimen, Eigelb, Milch, Fisch und Gemüse vor.
Wird Futter mit einem größeren Anteil an ungesättigten Fettsäuren (Fischfett, Lebertran, Pflanzenöl) gereicht, so ist der Bedarf an Vitamin E höher. Ebenso bei Eiweißmangel im Futter
Vitamin H
Der Bedarf an Vitamin H (Biotin) liegt bei 0,1mg/Tier/Tag.
Vitamin H ist besonders wichtig für Haut und Fell.
Es kommt in Leber, Niere, Eigelb, Hefe und Getreide vor.
Im Eiklar ist Avidin enthalten, welches das Biotin inaktiviert. Deshalb ist Eiklar nur in mäßigen Mengen oder aber gekocht zu füttern.
Vitamin- und Mineralstoffzusätze
Frisches Futter liefert sowohl Vitamine wie Mineralstoffe. Da man unmöglich sagen kann, ob damit der Vitamin- und Mineralstoffbedarf einer bestimmten Katze gedeckt ist, verabreichen viele Katzenhalter zusätzlich hochwertige Vitamin- und Mineralstoffpräparate in Form von Tabletten. Pulvern oder Tropfen. Da die Notwendigkeit dieser Präparate in Fachkreisen umstritten ist, muss jeder Katzenhalter nach eigenem Gutdünken handeln. Überversorgung vor allem mit fettlöslichen Vitaminen kann sehr schädlich sein. Fragen Sie Tierärzte, Züchter und erfahrene Katzenhalter nach ihren Erfahrungen.
Vitamine
Vitamine sind organische Substanzen und gehören zu den Nährstoffen.
Sie sind lebensnotwendig und müssen zum großen Teil mit der Nahrung zugeführt werden, weil der Tierkörper nicht in der Lage ist sie zu prodozieren.
Pro-Vitamine sind Vorstufen der entsprechenden Vitamine.
Ein längerer Entzug an einem bestimmten Vitamin kann zu Vitaminmangelkrankheiten führen.
Da der tägliche Bedarf an Vitaminen äußerst gering ist, kann er bei "vernünftiger" Fütterung leicht gedeckt werden.
Ein Überschuss von Vitaminpräparaten kann ebenso schwere, irreparable Schäden verursachen und auslösen.
Vitaminmangelerkrankungen
Mangelerscheinungen können bei zu einseitige Ernährung auftreten oder bei schweren Krankheiten sein.
Bei täglich ausgewogen Futter, wird der Bedarf an Vitaminen ausreichend gedeckt.
Vogelfang
Normalerweise sind Katzen keine "Vogeljäger".
Ihr Beutefangverhalten, wie Anschleichen, Belauern und Sprungverhalten macht sie eindeutig zu "Mäusefängern"
Katzen sind zwar in der Lage, kranke, alte oder sehr junge Vögel zu fangen, sie können aber niemals den Vogelbestand gefährden. Dieses haben Institute, u.a. das Institut für Haustierkunde der Christian-Albrecht-Universität in Kiel, die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung des Landes Nordrhein-Westfalen in Bonn und die Vogelwarte Helgoland, bewiesen, indem sie Katzen beobachtet und den Inhalt von Katzenmägen analysiert haben
Vollgeschwister
Unter Vollgeschwistern versteht man alle Wurfgeschwister sowie alle Tiere aus weiteren Würfen mit den gleichen Eltern.